Ich bin agiler Berater und Geschäftsführer der it-agile GmbH. In diesen Blog schreibe ich unregelmäßig meine Gedanken zu Themen wie Agile Methoden, Softwareentwicklung, Lean, Business, Internet und anderem.

5.6.08

XP Days Germany im November in Hamburg: Call for Session ist raus

Die XP Days Germany gehören für mich zum absoluten Muss an jährlichen Konferenzen zum Thema Agilität. Ich gebe allerdings auch zu, dass ich mit it-agile seit 2006 Mitorganisator bin. Der neue Untertitel "all about agile" ist uns sehr wichtig, denn die XP Days sind schon länger nicht nur auf eXtreme Programming alleine ausgerichtet.
Dieses Jahr ist wieder Hamburg der Veranstaltungsort und wir haben mit der ehemaligen Hamburger Kaffeebörse eine tolle Location in der Hamburger Speicherstadt gefunden.
Aber zuerst einmal sind jetzt Inhalte gefragt (hier der Call for Sessions) und es reichen hoffentlich viele Leute Sessionvorschläge ein. Der Reviewprozess ist offen gestaltet und jeder kann Feedback geben. Dies passiert hoffentlich auch zu meinen Einreichungen.
Würde mich freuen, Sie im November in Hamburg zu begrüßen!

28.4.08

Eindrücke von der JAX 2008

Seit 2007 gibt es vor der JAX einen Agile Day, dessen Sponsor seitdem it-agile ist. Wir waren also auch dieses Jahr wieder mit diversen Vorträgen und einem Ausstellungsstand vertreten.
Die rund 350 Teilnehmer des Agile Day und die interessierten Nachfragen deuten für mich sehr darauf hin, dass das Thema Agilität noch weiter an Fahrt aufnimmt, was mich natürlich freut. Ich habe mit meinem Kollegen Christoph Kemp zusammen auf dem Agile Day einen Überblicksvortrag zu Agilität und vier agilen Methoden gehalten (Scrum, XP, Crystal, FDD) und dann auch noch eine kurze Einordnung, für wen wann welche Methode geeignet ist. Das war in 45 Minuten ziemlich gehetzt (ist bei uns sonst ein Tagesseminar), kam aber ganz gut an. Allen Teilnehmern, die Feedback gegeben haben, an dieser Stelle vielen Dank! Wer an den Folien interessiert ist, sollte sich einfach melden.

Mit 56 Leuten auch ziemlich gut besucht war unsere Session Agile Lego Hour, die ich gemeinsam mit den Kollegen Stefan Roock und Bernd Schiffer durchgeführt habe. Die Agile Lego Hour (eine Adaption der eXtreme Hour) zeigt in sehr knapper Zeit, wie prinzipiell der Projektablauf von Iteration zu Iteration in agilen Projekten funktioniert. Das macht allen viel Spaß, aber ich habe immer ein wenig Bedenken, ob bei den Leuten dann doch der Zeitdruck und das Chaos zurückbleiben in der Erinnerung. Andererseits bekommt man immer schöne Beispiele, wie Entwickler und Kunden (und erst recht QS) schnell an einander vorbeireden.

Letztlich ist aber hoffentlich dann doch klar geworden, dass Fokussierung und Priorisierung für agile Entwicklung wichtige Konzepte sind.

Zum Schluss noch etwas, was mich überrascht hat: Ein neu nachgefragtes Thema auf der JAX war dieses Jahr OSGi. Ich erkläre mir das so, dass die Systeme weiter wachsen, man von den Entwicklern Agilität verlangt und damit Modularisierung wieder in den Vordergrund rückt. Zum Glück sind wir bei dem Thema schon länger auch mit vorne dabei, aktuell hat gerade mein Kollege Matthias "OS GI Joe" Lübken mit anderen das erste Buch zu OSGi geschrieben.

9.4.08

Vortrag zu Feature Driven Development

Am letzten Montag habe ich auf dem ObjektForum in Karlsruhe einen Überblicksvortrag zu Feature Driven Development (FDD) gehalten. Einer etwas anderen agilen Methode, mit der wir uns in der Firma neben Scrum, XP und Crystal auch beschäftigen.

Dabei ist FDD auf den ersten Blick sehr wasserfallartig und kommt auch recht hierarchisch/klasssich strukturiert daher.
Aber durch die durchgängige Organisation der Entwicklung anhand möglichst kleiner Features ist es doch so agil, dass man von den meisten Vorteilen agiler Softwareentwicklung profitiert.

Ich fand eine Frage nach dem Vortrag sehr wichtig: Sollen jetzt alle Leute FDD machen statt Scrum oder XP oder anderen agilen Prozessen? Die Antwort ist ganz klar: Nein. Ich bin froh, dass wir Feature Driven Development als Ergänzung haben, es ist aber keinesfalls der Ersatz für alle anderen Methoden. Es ist eine gute Methode für Leute, Firmen, Organisationen, denen wegen der Selbstorganisation die Einführung agiler Methoden bisher schwerfällt. Und das sind mehr Firmen als man denkt. Dabei ist mir zusätzlich wichtig, dass man nicht immer gleich mit einer Gewichtung kommt, also behauptet, die selbstorganisert sei besser, denn effizienter sind hierarchische Systeme, bei der Flexibilität punkten die selbstorganiserten Teams. Wie so oft: Alles hat seinen Preis, hängt dann eben wieder von Projekt, Umständen, Organisation und Leuten ab, was angemessen ist.

Vortragfolien finden sich im Newsfeedeintrag der it-agile.

Achja, weil ja bekanntlich nach dem Vortrag vor dem Vortrag ist: Einen ähnlichen Vortrag wird auf der JAX (21.-25.4.) mein Kollege Stefan Roock (evtl. zusammen mit mir) halten, außerdem werde ich am 29.4. auf der SEE2008 auch noch einmal FDD vorstellen, dann mit der Fragestellung, ob es nicht auch prima zum V-Modell XT passt. Ich werde berichten.

29.3.08

Tonabnehmer-Interview zu 7 Jahren Agiles Manifest

Frank Westphal hat in seinem Tonabnehmer-Podcast ein Interview mit Jutta Eckstein, Johannes Link, Jens Coldewey und mir geführt über 7 Jahre Agiles Manifest.
Das Interview gibt Erfolge, Erfahrungen, Erwartungen und Enttäuschungen wider.

Für mich war es eine prima Gelegenheit, mich mal wieder intensiver mit dem agilen Manifest zu beschäftigen inclusive der Prinzipien hinter dem Manifest.

Der Podcast kann per iTunes abgerufen werden (nach Tonabnehmer suchen) oder bei Frank runtergeladen werden (MP3, 59:13 min., 27 MB).

27.3.08

Neues Buch "Agile Softwareentwicklung" erscheint

Zusammen mit meinem Freund und Ex-Uni-Kollegen Wolf-Gideon Bleek habe ich ca. anderthalb Jahren am Buch "Agile Softwareentwicklung" geschrieben, das jetzt bei dpunkt erscheint.

Wir wollten mit dem Buch die Konzepte hinter konkreten agilen Methoden erklären und führen deshalb methodenunabhängig in das Thema Agilität ein. Trotzdem werden in späteren Kapiteln zumindest Scrum, eXtreme Programming und Feature Driven Development vorgestellt.

Für viel Gesprächsstoff sorgt bestimmt noch das Kapitel zu Kontraindikationen und Indikationen: Für wen ist Agilität geeignet, für wen nicht?


Hier noch ein Auszug vom Buchdeckel:

Wolf-Gideon Bleek / Henning Wolf
Agile Softwareentwicklung
Werte, Konzepte und Methoden

Das Buch führt in die agile Sichtweise bei der Softwareentwicklung ein. Dies geschieht unabhängig von einer konkreten agilen Vorgehensweise.
Nach einem Überblick über die Grundlagen agiler Werte, Konzepte und Methoden wird agiles Vorgehen in der Softwareentwicklung auf den Ebenen Prozess, Management, Team und Programmierung betrachtet. Anhand von typischen Fragen und Problemen wird jeweils aufzeigt, welche Praktiken die prominenten agilen Methoden wie eXtreme Programming, Feature Driven Development oder Scrum nahe legen.
Dabei geben die Autoren Hinweise zur Indikation bzw. Kontraindikation agiler Vorgehensweisen und speziellen agilen Methoden sowie Tipps zur Einführung agiler Methoden in Organisationen.
Nach der Lektüre ist der Leser in der Lage, sein eigenes angepasstes agiles Vorgehen aus bekannten und neuen agilen Praktiken zu finden und anzuwenden.
Das Buch richtet sich an Softwareentwickler, Informatiker, Projektleiter und Studierende im fortgeschrittenen Bachelor- oder Master-Studium.

1.1.08

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