Henning Wolf

Ich bin agiler Berater und Geschäftsführer der it-agile GmbH. In diesen Blog schreibe ich unregelmäßig meine Gedanken zu Themen wie Agile Methoden, Softwareentwicklung, Lean, Business, Internet und anderem.

25.5.10

Mein agiler Koffer - PechaKucha-Vortrag als Video

Im letzten November auf der W-JAX in München habe ich einen Vortrag im Pecha-Kucha-Style zum Thema "Mein agiler Koffer" gehalten. Für mich war es der erste Pecha-Kucha-Vortrag. Das Pecha-Kucha-Format sind 20 Folien, die jeweils nur exakt 20 Sekunden angezeigt werden. Wahnsinn, was man da an Vorbereitungszeit für benötigt! Ich hatte mir erst sogar ein Skript gemacht, mich dann aber gegen das Auswendiglernen entschieden, weil es die Gefahr birgt, dass das Vorgetragene nicht mehr lebendig wirkt.

Hier findet man ihn, meinen Pecha-Kucha-Vortrag "Mein agiler Koffer" (Achtung: Flash!).

14.4.10

Wer kann wann?




Schon seit einiger Zeit bieten wir von it-agile den Service werkannwann.de an, um Terminabstimmung per Internet zu vereinfachen. Leider sind wir auch fast unsere einzigen Anwender bisher, wobei das mittlerweile wohl nicht mehr ganz stimmt.

Die Idee zu werkannwann.de (und die reservierte Domain) hatte ich schon lange, und schließlich vor ca. 2 Jahren im Rahmen unserer Beschäftigung mit Groovy/Grails die Gelegenheit mich als Product Owner zu versuchen. Das war eine überraschend ernüchternde Erfahrung: Ich habe viel falsch gemacht und reflektiere das heute wie folgt.

Es geht immer einfacher
Wir haben unglaubliche Mengen an Zeit mit der Entwicklung eines tollen Features zur einfachen Zeiteingabe verwendet. Dazu haben wir uns mit den Entwicklern gemeinsam tolle Slider ausgedacht. Die sind auch wirklich super, aber es gab keinen Grund auf die Slider zu warten mit dem Livegang. Einfache Eingabefelder hätten es definitiv auch erstmal getan.
Das gilt auch für so primitive Dinge wie die Namen zu den E-Mailadressen, auf die wir gut hätten erstmal verzichten können.

Feedback von anderen bekommen und Bekanntheit steigern
Die Entwickler haben da ständig drauf rumgehackt und wollten möglichst früh Feedback von außen. Ich gebe zu, dass mich das eher irritiert hat, weil ich fand, dass es meine Kompetenz als Product Owner in Frage stellt. Außerdem machte es auch das Problem offensichtlich, dass uns die User fehlten, von denen Feedback hätte kommen können. Dieses Problems hätten wir uns aber viel eher stellen sollen, denn was nützt eine tolle Anwendung, die keiner kennt und keiner benutzt.

Über Feedback freue ich mich. Über neue Terminabstimmungen auch: werkannwann.de

25.3.10

Softwarekolchose: Mitarbeiterbeteiligung mal ernsthaft

Habe ich eigentlich mal erzählt, dass it-agile eine Firma ist, die Ihren Mitarbeitern gehört?
Mittlerweile sieht das Modell bei uns so aus, dass mehr als 60% der GmbH einer Mitarbeiterbeteiligungsgesellschaft gehören, in der (nach einer kurzen Anfangszeit) alle Mitarbeiter zu gleichen Teilen beteiligt sind. Dabei geht es uns absolut nicht darum, dass wir schlechte Gehälter zahlen und so über vermeintliche Wertsteigerungen des Unternehmenswertes Arbeitskräfte anlocken. SO machen wir es nämlich nicht, man muss seinen Anteil wieder abgeben, wenn man das Unternehmen verlässt.
Wir wollten vor allem eine echte Beteiligung an Chancen und Risiken und echte Verantwortung der Mitarbeiter. Das ist glaube ich auch gelungen, auch wenn ich mir da manchmal mehr wünschen würde (ohne dafür mehr zu tun). Immerhin haben wir seit 5 Jahren außerhalb von Probezeiten nur 2 Abgänge bei 14 Neueinstellungen zu verzeichnen gehabt (und ich glaube, dass beide wesentlich damit zu tun haben, dass wir reisende Berater und Entwickler sind).
Zwei mal im Jahr finden Tuningtage statt, auf denen wir strategische Entscheidungen irgendwo zwischen Mitarbeiter und Gesellschafter treffen für die Firma.
Ich als einer der Chefs bin da ja Schizophrenie gewohnt, aber für die Kollegen fühlt es sich manchmal komisch an, wenn sie als Gesellschafter zu einem anderen Schluss kommen als als Mitarbeiter. Aber auch darum geht es uns ja, dass keine Front zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer verlaufen muss. Als Gesellschafter merke ich ggf. selbst, dass eine zu großzügige Reisekostenregelung unterm Strich dem Unternehmen und den Gesellschaftern schadet. Im Zweifelsfall gewinnt dann aber doch bei vielen das Mitarbeiterherz. Ist ja auch schwierig. Und vielleicht auch OK. Denn bei uns sind die Mitarbeiter ja nicht nur das sprichwörtliche Kapital, sondern auch die Kapitalgeber des Stammkapitals.

10.12.09

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!


Ich mag Weihnachten. Froh bin ich auch darüber, dass es den 1. und den 2. Weihnachtsfeiertag gibt, um sich von Heiligabend zu erholen. Ich mag sogar die Vorweihnachtszeit und auch die ersten Marzipanbrote im September in den Supermärkten. Jedes jahr nehmen wir uns vor, dass es eine besinnlichere Weihnachtszeit werden soll. Gelungen ist uns das noch nicht bisher. Sicherlich liegt es auch an den Konferenzen im November (W-JAX und XP Days Germany sind bei mir Pflicht). Es liegt aber natürlich vor allem an mir selbst und so einer merkwürdigen Einstellung, unbedingt noch bestimmte Dinge in diesem Jahr anzustoßen. Dabei kriege ich dafür gar keine Prämie!
Gerne hätte ich noch auf meine Weihnachtsgeschichte verlinkt, die in der aktuellen Javamagazin-Ausgabe steckt mit dem Titel "Auf die Plätzchen fertig los!". Ist aber noch nicht online, muss den Link dann nachholen.

Ich wünsche allen ein frohes Fest und einen guten Rutsch und ein erfolgreiches und gesundes 2010!

21.6.09

Buchrezension: "Spuren statt Staub: Wie Wirtschaft Sinn macht"


Spuren statt Staub: Wie Wirtschaft Sinn macht
ist mein erstes Buch von Förster/Kreuz und ich bin drauf gekommenm, weil mir jemand ziemlich angetan von einem Vortrag von Anja Förster berichtete.

Das Buch gibt gute Anregungen zum Nachdenken. Warum sollten wir auf der Arbeit so viel Zeit mit etwas verbringen, was wir nicht lieben, wofür wir keine Leidenschaft empfinden, was uns sinnlos scheint?

Als ich heute morgen dann das Buch zu Ende gelesen hatte, war ich ein wenig enttäuscht. Ich hatte wohl noch konkretere Handlungsideen erwartet. Mittlerweile denke ich, dass es aber vielleicht doch besser so ist, denn jeder muss ja seinen eigenen Weg gehen und seine eigenen Schlüsse ziehen.

Mir hat dann ein Blick auf das 2-seitige Inhaltsverzeichnis wieder geholfen, um noch einmal konkret zu entscheiden, wo ich für mich und unsere Firma Handlungsbedarf sehe und etwas ändern möchte.

Fazit: Denkanregungen satt, jetzt umsetzen!

13.6.09


Wow, über ein Jahr habe ich hier nichts mehr geschrieben, das soll sich jetzt wieder ändern. Aufgefallen ist es mir gerade, weil ich den Call for Session für die diesjährigen XP Days Germany vom 26.-28. November in Karlsruhe hier einstellen wollte.
In der Zwischenzeit habe ich einiges an agiler Beratung und Schulung durchgeführt, werde bald mehr berichten.

5.6.08

XP Days Germany im November in Hamburg: Call for Session ist raus

Die XP Days Germany gehören für mich zum absoluten Muss an jährlichen Konferenzen zum Thema Agilität. Ich gebe allerdings auch zu, dass ich mit it-agile seit 2006 Mitorganisator bin. Der neue Untertitel "all about agile" ist uns sehr wichtig, denn die XP Days sind schon länger nicht nur auf eXtreme Programming alleine ausgerichtet.
Dieses Jahr ist wieder Hamburg der Veranstaltungsort und wir haben mit der ehemaligen Hamburger Kaffeebörse eine tolle Location in der Hamburger Speicherstadt gefunden.
Aber zuerst einmal sind jetzt Inhalte gefragt (hier der Call for Sessions) und es reichen hoffentlich viele Leute Sessionvorschläge ein. Der Reviewprozess ist offen gestaltet und jeder kann Feedback geben. Dies passiert hoffentlich auch zu meinen Einreichungen.
Würde mich freuen, Sie im November in Hamburg zu begrüßen!